Gedankengänge
Jetzt ist es soweit: Jetzt ist 2008! Na und? Wird manch einer denken? Was soll das heißen? Für 08/09-Austauschschüler heißt das: Tief durchatmen, eine Achterbahn der Gefühle kommt auf dich zu, wenn du einmal eingestiegen bist, gibt es kein Zurück mehr.
Wenn ich heute gefragt werde, wanns denn los ginge, nach Amerika und ich getrost Antworte: „Im August“, dann wird nur mit der Hand eine verharmlosende Bewegung gemacht. Noch sooo lange hin…Von wegen! Wenn die wüssten! Ich finds irgendwie momentan ziemlich kurz!
Aber um auf die Achterbahn der Gefühle zurückzukommen. Ich glaube, man muss noch gar nicht mal eingestiegen sein, in diese Achterbahn und braucht sich keine Sorgen zu machen, Gefühlschaos herrscht so oder so.
Und um ganz ehrlich zu sein: Ich kanns momentan weder gebrauchen, noch ist das ein besonders schönes Gefüühl. Wenn man pllötzlich zweifelt, ob man da wirklich die richtige Entscheidung getroffen hat. Wenn man plötzlich unsicher ist, das ganze abblasen möchte, wenn man am nächsten Tag wiederum am liebsten sofort wissen würde in welchen Staat man kommt und sich mega-dolle freut. Und wenn man dann nachts vom letzten Tag in Deutschland träumt-Ist das jetzt postitiv oder negativ zu deuten?
Um auf diese Sache näher einzugehen, ein paar Tage ist es her, ich verbringe eine schreckliche Nacht. Wenn ich’s nich besser gewusst hätte, ich hätte gesagt, es war ein Alptraum. Ich weiß nicht, ob jemand das Gefühl kennt, beim Träumen so richtig aufgeregt zu sein. Soweit ich mich erinnern kann, kannte ich dieses Gefühl nicht! Die ganze Nacht hatte ich Herzklopfen, bin andauernd aufgewacht, und habe dann weitergeträumt, vom Abschied von den Freunden, davon, wie ich meien Fahrkarte in der Wohnung vergessen habe, vom Abschied am Flughafen, vom Heulen im Flugzeug! Und die ganze Zeit Herzrasen!
Ich sage euch, das ist ein Kack-Gefühl!
Ich denke in letzter Zeit viel über mein Austauschjahr nach, trotzdem, es passiert nichts so besonders neues, in mir ipassiert so einiges, aber ncihts vonseiten der Orga oder so, die Zeit streicht an mir vorüber.
Teilweise beschäftige ich mich in diesen Tagen wieder mehr mit dem Austauschjahr einer Freundin, die durch unsere gemeinsamen Gedanken und Erlebnisse in letzter Zeit zu einer sehr sehr guten Freundin geworden ist. Sie ist beim PPP weiter und wartet auf die endgültige Zu-oder Absage im Februar. Und ich fiebere soo mit! Sowas hab ich noch nich erlebt. Wir gehören zum selben wahlkreis, sie ist weiter, ich nich, was nich ganz soo schlimm ist, denn ich kann ja auch so gehen (mit viel sparen).
Der Gedanke daran, dass sie dieses Stipendium nicht bekommt, macht mich ganz krank.
Wir haben ganz am Anfang festgestellt, dass wir uns beide beworben haben. Wir haben und geholfen, wir haben gemeinsame Gedanken ausgetauscht, wir haben auf die Einladung zum Auswahlgespräch gewartet, wir haben gegrübelt und gegrübelt, um andere Finanzierungsmöglichkeiten herauszufinden, wir waren gemeinsam beim Auswahlgespräch, wir haben gemeinsam analysiert, wir haben gemeinsam eine Austauschjahr-Mottoparty veranstaltet, wir malen uns gemeinsam aus, wie toll es sein kann, vorher noch mal zusammen shoppen zu gehen und sich dann auf einer gemeinsamen Abschiedsparty in die USA zu verabschieden!
Momentan gibt es für mich nichts schlimmeres, als dass sie nicht gehen kann. Und das alleine entscheidet ein MdB! Wie kann das sein? Wie kann dieser Mann so sehr über mein und noch mehr über ihr Leben entscheiden! Und wir können nichts tun? Da smacht mich soo verrückt, ich weiß nich, ob ihr euch das vorstellen könnt!
Ich weiß, ich kann nichts tun, nur hoffen, Daumen drücken und sie, egal wies ausgeht, unterstützen!
Diese vielen Grübeleien machen mich noch mal fertig! Aber ich weiß, es kommt ne bessere Zeit, ich weiß, dass es doch die richtige Entscheidung ist, zu gehen!
Trotzdem, diese Gedanken können einen verrückt machen!
Ich hab mir jetzt mal die Seele ausm Leib geschriebne, das musste sein!
Vielleicht bringt es euch ja auch zum Nachdenken!
Mit ganz ganz nachdenklichen Grüßen
Johanna (lubifan)